Die beste aller Welten

5AK: Besuch Kinovorstellung & Diskussion mit Günter Goiginger



„Sucht is wenn ma wos hot und des donn unbedingt wieda hoben muas“

Im Zuge des Religionsunterrichts besuchten die Schüler/innen der 5AK Mitte Oktober die Kinovorstellung „Die beste aller Welten“. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und erzählt die Geschichte einer drogenabhängigen Mutter, der abenteuerlichen Welt ihres Kindes Adrian und ihrer Liebe zueinander. Der Junge erlebt eine Kindheit in einem außergewöhnlichen Milieu: in der Salzburger Drogenszene. Helga, seine Mutter, gespalten zwischen Fürsorglichkeit und Drogenrausch ermöglicht ihrem Sohn trotz ihrer Sucht eine behütete Kindheit.

Zur Aufarbeitung des Filmes besuchte Günter Goiginger, der Vater Adrians, den Unterricht, um den Schüler/innen über sein ereignisreiches Leben zu berichten. Günter wuchs in normalen Verhältnissen außerhalb der Stadt Salzburg auf, zog jedoch im Jugendalter gemeinsam mit seinen Eltern nach Taxham. Dort fand er den Einstieg in die Drogenszene. Gemeinsam mit Freunden experimentierte er mit Suchtmitteln wie Wundbenzin, Haschisch, LSD, Opium und Mescalin. Im Alter von 18 Jahren konsumierte er erstmals Heroin. Es folgte ein 26 Jahre andauernder Kampf gegen die Sucht. Er selbst beschreibt die Abhängigkeit wie ein kleines Sterben: „Du willst nicht mehr leben, traust dich aber auch nicht umzubringen. Anfangs bist du auf der Suche nach den Wegen des Lebens, folgst aber mit dem Konsum von Rauschmitteln den Wegen des Todes“.

Er selbst bemerkte seine Sucht erst nach 4 Jahren, bei dem Versuch, das Suchtmittel Heroin abzusetzen. Nach 26 Jahren Abhängigkeit brauchte es viel Überzeugungskraft, ihn dazu zu bringen, sich gegenüber Neuem zu öffnen. Erst das veränderte Auftreten eines guten Freundes, der clean geworden war, brachte ihn dazu, sein gesamtes Leben umzukrempeln. Der Glaube ist damals zu seiner „Ersatzdroge“ geworden. Günter ist mit sich im Reinen: „Ich habe es geschafft, mich von den Ketten zu befreien“.

Günter begegnete den SchülerInnen mit einer erstaunlichen Offenheit. Er zeigt keine Scham vor der Vergangenheit: „Gott hat mir vergeben“. Heute nutzt er seine Erfahrung, um ehrenamtlich Abhängigen den Weg aus der Sucht zu ebnen.

„Es gibt keine hoffnungslosen Fälle, es gibt nur hoffnungslose Menschen“ – Günter Goiginger

Die Schüler/innen der 5AK bedanken sich herzlich für die äußerst interessanten Einblicke, die ihnen gewährt wurden.



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